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Laubsägen Tipps - Infos zu Laubsägevorlagen Werkzeug Sperrholz

Einführung

Wer das kunsthandwerkliche Laubsägen erlernen möchte, kann gern im wahrsten Sinne des Wortes mit dem „Laub aussägen“ beginnen. Blätter haben einfache schöne Formen und sind preiswert als Vorlage zu bekommen. Das Blatt fällt nicht weit vom Baum. Heben Sie eins auf kopieren Sie es.

Werkzeuge

Laubsägebogen für Laubsägearbeiten Die Laubsäge ein Werkzeug zum Bearbeiten von dünnen Sperrholzplatten. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass man mit ihr nicht nur geradlinig, sondern auch Kurven sägen kann. Benötigt werden Laubsägeblätter. Zum Einlegen des Sägeblattes wird es zunächst an einer Schraubklemme befestigt. Dann muss die Laubsäge etwas zusammengebogen werden, so dass das andere Ende des Sägeblattes bis zur zweiten Schraubklemme reicht. Dann kann auch diese festgedreht werden. Die steile Seite der Sägezähne sollte zum Griff der Laubsäge zeigen. Die U-Form der Laubsäge wirkt als Feder und hält das Sägeblatt auf Spannung.

Die Laubsäge wird mit der Hand am Griff gehalten, so dass dieser nach unten und der Bügel vom Tisch weg zeigt. Das Werkstück wird mit einer Hand gehalten und in die gewünschte Schnittrichtung gedreht. Mit der anderen (Rechtshänder - rechte Hand, Linkshänder linke Hand) Hand wird die Laubsäge nach oben und unten bewegt. [Quelle: wikipedia.de]

DekupiersägeDie elektrische Variante der Laubsäge ist die Dekupiersäge. Die Abb. zeigt eine Hegner Universal Feinschnitt-Säge für verschiedenste Materialien wie Weichholz, Hartholz, Kunststoffe und versch. Leichtmetalle. Im Shop finden Sie verschiedenen Hegner Dekupiersägen.

Weitere Werkzeuge sind zum Bsp.: Spannzwinge, Schleifpapier, Bohrer/ Handbohrer, Kleber, versch. Laubsägeblätter, Laubsägebrettchen.

Laubsägeblätter
Welches Sägeblatt ist für die verschiedenen Einsatzzwecke am besten geeignet?
Vor der Auswahl des Sägeblattes sollten folgende Punkte beachtet werden:
1. Welche Art bzw. Härte des Holzes soll bearbeitet werden?
2. Welche Dicke hat das zu bearbeitende Holz?
3. Welche Schnitte bzw. Schnittstärken werden bevorzugt?
4. Welche Schnittgeschwindigkeit wird gewünscht?

Wie in unserem Shop ersichtlich, werden die Holzlaubsägen mit den Nummern von z.B. 2/0 - 5 bezeichnet. Die jeweiligen Abmessungen, Zahnteilungen und Gewichte können der Produktbeschreibung entnommen werden. Wir empfehlen für dünnes Holz Sägeblätter der No. 2/0, 1 und 3. Bitte geringen Vorschub, wegen der geringen Blattstärke besteht erhöhte Bruchgefahr! Für dickes Holz bitte Blattstärken ab No. 4 wählen. Je größer die Zahnteilung umso größer die Schnittgeschwindigkeit. Eine Zahnteilung mit 8 Zähnen pro Zoll schneidet schneller, als ein Blatt mit 20 Zähnen pro Zoll.

Rund (rundverzahnte) Laubsägeblätter eignen sich gut für feine Arbeiten mit Rundungen in alle Richtungen. Mit geraden Laubsägeblättern können, wie das Name schon sagt, auch gerade Schnitte besser geführt werden. Laubsägeblätter mit Gegenzähnen verhindert ein Ausreißen des Holzes auf der Unterseite. Vieles hängt von der persönlichen Erfahrung ab und welches Projekt bearbeitet wird. Der optimale Weg, das beste Sägeblatt für den jeweiligen Einsatz zu finden, kann nur in Versuchen ermittelt werden.

Material

Sperrholz für LaubsägearbeitenSperrholz:
Als Sperrholz oder Lagenholz bezeichnet man Holzplatten, die aus mehreren übereinander verleimten Furnier- oder Brettlagen bestehen. Die Lagen sind jeweils um 90° gedreht aufeinandergeklebt. Dabei laufen die Fasern der sichtbaren Oberflächen auf beiden Seiten parallel. Die Anzahl der Furnierlagen ist daher meist ungerade. [Quelle: wikipedia.de]

Sperrholz für Bastel- und Hobbybedarf gibt es in verschiedenen Sorten wie Pappel- Birken- und Buchensperrholz.

Laubsäge-Motive

Schwibbogen Motiv Erzgebirge Der Schwibbogen: als Schwibbogen bezeichnet man einen Lichterbogen aus dem Erzgebirge. Der Name leitet sich von seiner Form, der eines Schwebe- oder Strebebogens, ab, die sich in ähnlicher Form in der Architektur wiederfindet.

Die im Schwibbogen dargestellten Motive spiegeln den Alltag der Bergleute und ihrer Familien wieder. Eines der bekanntesten Motive zeigt neben verschiedenen Symbolen zwei Bergmänner, einen Schnitzer und eine Klöpplerin und verkörpert damit drei der Haupterwerbsquellen der erzgebirgischen Landbevölkerung des 18. und 19. Jahrhunderts. Weitere Varianten zeigen christliche Motive aus der Weihnachtsgeschichte oder den Wald und dessen Tiere. Ein weiteres bekanntes Motiv ist die Kirche des für seine Volkskunst bekannten Erzgebirgsdorfes Seiffen. Der älteste bekannte Schwibbogen datiert auf das Jahr 1740, entstand wahrscheinlich in Johanngeorgenstadt und bestand aus Metall. [Quelle: wikipedia.de]

In den späteren Jahren besonders verbreitet waren Motive, die teils mit ortsspezifischen Wappen und Erzeugnissen, teils mit anderen erzgebirgischen Motiven versehen waren. Oft spielte bei der Gestaltung auch der individuelle Geschmack des Bastlers eine große Rolle. Wurde der Schwibbogen in seiner urtümlichen Form aus Eisen angefertigt, so hat sich im Laufe der Zeit die Fertigung aus Holz durchgesetzt, wobei zunächst geschnitzte und bemalte Formen vorherschten. Die Anfertigung der Schwibbogen aus Sperrholz in naturholzfarben ist die derzeit verbreiteste Form, die sich nicht nur im Erzgebirge großer Beliebtheit erfreut. Im Laufe der Zeit wurde somit der Schwibbogen neben den bekannten Weihnachtsfiguren zu einem begehrten Weihnachtsschmuck. Er wird auch weiterhin Jahr für Jahr als volkstümliche Besonderheit - besetzt mit natürlichen oder elektrischen Kerzen - immer wieder Licht und Weihnachtsfreude bringen.

Erzgebirge Pyramide 3 EtagenDie Weihnachtspyramide ist ein Lichtergestell, das im Erzgebirge als "Peremett" bezeichnet wird und heute in Deutschland vorwiegend als verbreiteter vorweihnachtlicher Zimmerschmuck, aber auch als Großpyramiden zum Schmuck von Plätzen im Freien verwendet wird. Sie ist eine Art „Karussell“, welches sowohl christliche Motive (wie z.B. Engelfiguren oder Christi Geburt) als auch nicht-christliche Motive (z.B. Bergleute, das Waldmotiv oder Szenen aus dem alltäglichen Leben der Erzgebirger) zum Thema haben kann. Angetrieben wird die Weihnachtspyramide traditionell mit Hilfe der von den Kerzen aufsteigenden Wärme, welche das Flügelrad (und somit auch Stab und Teller) in Bewegung setzt.

Üblicherweise hat eine Weihnachtspyramide ein aus Holz gefertigtes, auf einer vier- bis achteckigen Grundplatte stehendes Gestänge mit sich nach oben verjüngender Form. Im Inneren enthält diese eine senkrechte, in einem Glas- oder Keramik-Lager drehbar gelagerte Welle, an der wenigstens ein Teller befestigt ist. Auf diesem Teller werden verschiedene geschnitzte oder gedrechselte Figuren platziert. Am oberen Ende der Achse der Pyramide befindet sich das Flügelrad für den Antrieb. Um die Pyramide herum werden Kerzen angebracht. [Quelle: wikipedia.de]

Zu unseren Angeboten in: Laubsägevorlagen Pyramide

Auch Fensterbilder sind heute in verschiedenen Variationen eine sehr beliebte Dekoration zu Weihnachtszeit. Besonders beleuchtete Motive erstrahlen zur Weihnachtszeit die Fenster. Weitere Motive sind auch Kerzenhalter, Sockel, Erzgebirgsleuchter und natürlich die verschiedensten Ganzjahresmotive wie Osterdeko und Bastelideen für Kinder.

Laubsägevorlagen

Um die Laubsägevorlagen auf das entsprechende Holz zu bekommen, gibt es verschiedenen Möglichkeiten. Früher wurden so genannte Bügelmuster oder Abbügelmuster verwendet. Dabei wurde das Motiv in einem speziellen Verfahren seitenverkehrt auf einen dünnen Papierbogen aufgebracht. Mit Hilfe eines Bügeleisens wird dann das Motiv schnell und einfach auf das Holz übertragen. Bei richtiger Handhabung sind meist mehrere Abbügelungen möglich.

Eine andere Möglichkeit ist das Durchpausen des Motivs mit Hilfe von Kohlepapier. Hier werden die Linien mit einem Stift oder Pausnadel nachgezeichnet. Für Vorlagen die nicht in Originalgröße vorliegen eignet sich das Rasterverfahren. Hier werden durch Aufbringen eines Rastermuster auf das Motiv die Inhalte jedes Quadrats auf die gewünschte Größe übertragen.

Beispiel LaubsägevorlageHeute weit verbreitet und unser bevorzugte Methode für Laubsägevorlagen sind Papiervorlagen die auf das Holz übertragen werden. Bei dieser Variante werden die Motive ausgeschnitten und mit Papierklebestift oder Sprühkleber auf das Holz fixiert. Der Vorteil ist ein schnelles und genaues Arbeiten. Besonders bei filigranen Laubsägevorlagen/ Motiven mit feinen Linien und Rundungen erzielt man sehr gute Ergebnisse. Nach dem Sägen kann das aufgeleimte Papier abgeschliffen bzw. mit einem feuchten Tuch entfernt werden.

Die Vorlagen können durch kopieren auch in ein anderes Format vergrößert oder verkleinert werden. Hier entstehen bei Vorlagen mit feinen Linien kaum Qualitätsverluste.

Zu unseren Angeboten in: Laubsägevorlagen

Praktische Beispiele

Herstellung eines Schwibbogen in 3D-Bauweise.
Als Beispiel für den Arbeitsablauf verwenden wir eine unserer Laubsägevorlagen mit dem Motiv "Zwergenwerkstatt".

Materialbedarf:

  • Sperrholzplatten: 3 Stück 58 x 30 cm, 1 Stück 50 x 20 cm
  • elektr. Beleuchtung (Lichterkette)
  • Variante 1 gefräste Sockelleiste 60 x 7 x 1,5 cm vorzugsweise oder Variante 2 Sockelplatte 0,4 – 1,0 cm Sperrholz
  • Werkzeug (Dekupiersäge bzw. Laubsäge, Hammer, Bohrmaschine bzw. Drillbohrer
  • Zubehör ( Leim, Sandpapier, Bohrer )


Arbeitsschritte:
1. Sperrholz auswählen (z.B. Birke 3-4 mm oder Pappel 4-5 mm) und zuschneiden (oder zuschneiden lassen im Fachgeschäft).
2. Anzahl der in einem Arbeitsgang zu bearbeitenden Holzplatten festlegen. z.B. bei Handsäge 1-2 Platten, bei Dekupiersäge 1-4 Platten.

Vorlage Blende SchwibbogenInnenmotiv für LichterbogenAbstandshalter für Lichterbogen

Übertragen der Vorlage auf das Holz: Motive aus Vorlage ausschneiden und mit Papierklebestift oder Sprühkleber auf das Holz fixieren.

  • 2x Lichterbogenblenden außen
  • 1x Innenmotiv
  • bei Variante 1 Sockelleiste 10 Abstandhalter 3,5 x 2,8
  • bei Variante 2 Sockelplatte 7 Abstandhalter 3,5 x 2,8 cm und 3 Abstandhalter 3,5 x 4,5 cm mit 0,5 cm tiefer Aussparung zum Einsetzen des Innenmotives

3. Die festgelegte Holzplattenanzahl in 10 – 15 cm Abständen in Aussparungen und außen zusammennageln mit Nagellänge wie Holzgesamtdicke oder länger (möglichst auf widerstandsfähiger Unterlage - Stahlplatte) damit Nägel auf Unterlage gleich gestaucht werden. Sonst auf Rückseite Nagelspitzen umschlagen und in Holz versenken.

4. In Aussparungsbereichen Löcher Durchmesser 1,2 bis 2,0 mm bohren (Sägeblatteinführung)
5. Motive von innen nach außen aussägen.
6. Kontrollieren des Ergebnissen und Nachbearbeitung:

  • Aufgeleimtes Papier abschleifen bzw. abweichen mit feuchtem Tuch oder nur Abziehen bei Spühkleberanwendung
  • Details verbessern mit Säge, Feile, Sandpapier

7. Endmontage

  • 10 Abstandhalter auf ein Außenteil aufleimen und mindestens 15 min. trocknen lassen
  • Innenmotiv in Halterung einstecken
  • 2. Lichterbogenblende genau gegenüberliegend zu 1. Blende aufkleben und 15 min. beschweren( z.B. Bücher)
  • Lichterbogen in Sockelleiste oder auf Sockelplatte leimen
  • Beleuchtung: bei Verwendung einer 10er Minikette diese nur lose auflegen

Ergänzung Sockel

  • Der Sockel kann mit massiven Holz oben und unten abgedeckt werden zB. 24mm Brett 59cm x 11,5cm
  • Diese Bretter können gefast werden
  • Der Lichterbogen kann sowohl auf eine gesonderte Bodenplatte aufgeleimt werden separate Aufstellung ohne Sockel möglich oder in den Sockel eingelassen werden.
  • Der Sockel kann ebenfalls beleuchtet werden z.B. durch eine 10er Minikette


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